Über Ruppersthal
Ruppersthal, gelegen im westlichen
Weinviertel zwischen Wagram und Schmidatal, eingebettet in ein Tal am Fuße des
341 m hohen Kogels, ist ein langgezogenes Straßendorf mit Dreiseit- und Hakenhöfen.
Der inmitten von Weingärten und Feldern gelegene Ort umfaßt eine Fläche von
10 km². Der Ort selbst ist ca. 2 km lang, hat 201 Häuser und 552 Einwohner.
Ruppersthal liegt im nördlichen Teil
des Bezirkes Tulln und ist eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großweikersdorf.
Ruppersthal ist eine eigene Pfarrgemeinde und wird urkundlich bereits um 1300
als Vikariat erwähnt. Die Pfarre als solche ist seit 1400 bezeugt. Die dem Hl.
Ägydius geweihte Wehrkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 15.
Jahrhundert barockisiert und vergrößert. Ein überdachter Stiegenaufgang führt
zu der auf einer Anhöhe liegenden, vom Friedhof umgebenen Kirche. Bis zum Jahre
1783 gehörten der Pfarre Ruppersthal auch die Gemeinden Baumgarten am Wagram
und Groß- und Kleinwiesendorf an. Die beiden Kapellen, die Lorettokapelle (an
der Ortsausfahrt Richtung Königsbrunn am Wagram) und die Lourdeskapelle (an der
Ortsausfahrt Richtung Baumgarten am Wagram) sind heute noch beliebte
Wallfahrtsziele der Gläubigen aus der Umgebung.
Neben der hochgelegenen Kirche steht
das Geburtshaus des Komponisten Ignaz J. Pleyel. Dieser wurde als Sohn des
Dorfschulmeisters Josef Pleyel am 18. Juni 1757 in Ruppersthal geboren und war
Schüler des Komponisten Joseph Haydn. Er komponierte Symphonien, Kammermusik,
Konzerte und Klaviermusik. Verschiedene Indizien sprechen dafür, dass er der
Komponist der Marseillaise, der feurigen französischen Nationalhymne sein könnte.
Pleyel verstarb am 14. November 1831 in Paris. Eine Gedenktafel an der Rückseite
des Geburtshauses erinnert an den großen Sohn unseres Ortes.
Um mehr über Ignaz J. Pleyel zu
erfahren, besuchen Sie das Ignaz J. Pleyel-Museum, das von 1. März bis 1.
November jeden Sonntag von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr sowie jederzeit nach
telefonischer Voranmeldung unter 02955/70645 geöffnet ist.
Von der Besiedelung unseres Ortes
bereits zur Zeit der Jüngeren Steinzeit zeugen die im Jahre 1970 gemachten
Funde von zahlreichen Knochenresten von Mammuts und Wildpferden und
Steinwerkzeugen, die von Naturwissenschaftern des Naturhistorischen Museums in
Wien freigelegt wurden. Die Funde sind im Naturhistorischen Museum in Wien
ausgestellt.
Für den Besucher bietet Ruppersthal
reichlich Möglichkeit zu erholsamer Wanderung und sportlichen Radtouren.
Weinkenner und Weinliebhaber laden wir gerne zur Verkostung unserer edlen
Ruppersthaler Weine ein. Neben unserer Hauptsorte, dem Grünen Veltliner finden
Sie bei uns noch den Weißburgunder, den Müller Thurgau und einige
Rotweinsorten.

Die Erhaltung des dörflichen Charakters,
die Weitergabe von Tradition, geselliges Zusammenleben und gemütliche Feste prägen
unser Dorfleben, was sich auch in den vielen Vereinen, die es in Ruppersthal
gibt, wiederspiegelt.
